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Teil 6 – Was gibt es neues 2010, was kommt auf Sie zu
Bürger und Verbraucher
4. Preiswertere 0180er-Nummern
Für Servicedienste, die unter einer 0180er-Nummer angeboten werden, gilt künftig ein Maximalpreis – egal ob vom Festnetz oder vom Handy telefoniert wird.
5. Hochauflösendes TV für alle
Ab 2010 erwartet Fernsehnutzer ein ganz neues Seherlebnis: ARD und ZDF führen HDTV ein – das hochauflösende Fernsehen. HDTV sorgt für sehr scharfe und kontrastreiche Bilder und für einen kinoreifen Ton. Vorausgesetzt man verfügt über die entsprechenden Empfangsgeräte. ARD und ZDF starten HDTV Mitte Februar mit den Olympischen Winterspielen. Die privaten TV-Sender Sat1, ProSieben und Kabel 1 wollen die Technik schon im Januar einführen.
6. Intelligentes Stromsparen
In Neubauten und in Häuser, die saniert werden, müssen von Januar an “intelligente” Strom- und Gaszähler eingebaut werden. Die “Smart-Meter” protokollieren den Verbrauch auf die Sekunde genau und schicken die Daten per Telefonleitung oder Datenfunk an den Verbraucher und den Energieversorger. Mit diesem Verfahren sollen “Stromfresser” im Haushalt entdeckt und so Energiesparen gefördert werden. Die Kosten für den Einbau übernimmt der jeweils zuständige Energieversorger.
Ab Ende 2010 müssen die Stromanbieter einen Tarif anbieten, der dabei hilft, den Verbrauch zu reduzieren. Und damit das Stromsparen auch tatsächlich gelingt und mehr Energiesparlampen zum Einsatz kommen, darf der Handel ab September keine herkömmlichen 75-Watt-Glühlampem mehr verkaufen.
7. Internethandel
Wer in Internetshops einkauft, hat ab 11. Juni nur noch zwei Wochen Zeit, seinen Kauf zu widerrufen und die Ware zurückzugeben. Bislang gilt eine vierwöchige Widerrufs- und Rückgabefrist.
8. Eier aus Käfighaltung verschwinden aus Supermärkten
In Supermärkten wird es von Januar 2010 an keine Eier von Hühnern aus Käfighaltung mehr geben. Der Handel reagiert damit auf den Wunsch vieler Verbraucher. Viele Supermärkte hatten bereits in den vergangenen Monaten nur noch Eier von “glücklichen” Hühnern angeboten.
9. Warnung vor Lebensmittelfarbstoffen
Lebensmittel mit bestimmten Azofarben müssen von Juli an einen Warnhinweis tragen. Einige dieser synthetischen Farbstoffe können möglicherweise Allergien auslösen und Hyperaktivität bei Kindern fördern.
10. Längeres Bleiberecht für Ausländer
Für Ausländer – mit einer Aufenthaltserlaubnis auf Probe – wird das Bleiberecht zum 1. Januar 2010 um zwei Jahre bis Ende 2011 verlängert. Rund 30.000 Flüchtlingen bleibt so zunächst die Rückstufung in den Duldungsstatus und damit eine mögliche Abschiebung erspart.
11. Mehr Rechte für Untersuchungsgefangene
Festgenommene Tatverdächtige müssen von Januar an unverzüglich über ihre Rechte belehrt werden und die Möglichkeit erhalten, einen Pflichtverteidiger zu konsultieren. Bislang reichte es aus, wenn ein Untersuchungsgefangener nach Beginn der Verhandlung über seine Rechte informiert wurde. Ein Pflichtverteidiger musste spätestens ein viertel Jahr nach der Festnahme gestellt werden.
via MDR Nachrichten
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